innenschau - Katharina Pachta
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innenschau

 

innenschau

 

ich hab angst. und gleichzeitig bin ich aufgeregt. und neugierig. ich gehe eine woche in klausur. diesmal unter anleitung. das wollte ich seit vielen jahren machen. mal so richtig tief eintauchen in mich. meine geschichte. meine vergangenheit. um loszulassen. frei zu werden. für meine zukunft.

ich mache eine naikan woche. das ist eine japanische methode der innenschau. entwickelt mitte des 20. jahrhunderts. später dann von akira ishii nach europa gebracht. ich mache diese woche unter seinen fittichen. und da ich alles japanische liebe. liebe ich schon jetzt diese zusammenarbeit.

unbekannterweise.

und fürcht mich. wovor denn. fragst du dich. so wie ich mich. manchmal bin ich ganz unwirsch und denk mir. hei. bitte. wovor fürchtest dich denn. es sind ja nur gedanken. die du selber denkst. aber jede*r. die. der sich schon mal mit sich selbst beschäftigt hat. weiß. das lässt dich nicht kalt.

da gibt´s dann schon herausfordernde tiefen. untiefen. und auch höhen. und je höher du fliegst. umso tiefer kannst du fallen. manchmal beutelt es dich. dass alle flüssigkeiten nach außen drängen. da heulst. übergibst dich. entleerst dich. so krass hab ich es zwar noch nie erlebt. aber wer weiß.

ich bin offen für alles und fürcht mich. gleichzeitig freu ich mich. ich bin sicher. es öffnet etwas in mir. macht mich frei. macht mich neu. es ist der absolut richtige zeitpunkt für eine rundum innenschau. ich stehe an einem wendepunkt. bin offen für neue wege. neue ziele.

ich will wachsen. ich möchte nicht so bleiben wie ich bin. wie ich bisher war. ich möchte noch viel weiter schweifen. wachsen und mich ausdehnen. in bereiche. die ich mir heute noch nicht vorstellen kann. deswegen hab ich das gefühl. dass ich nun altes umfassend loslassen darf. das macht mir angst.

mist.

ich fühl mich mich klein und doof. angesichts wovon eigentlich. was macht da so große angst. es ist dieses unbekannte. ungewisse. unsteuerbare. vermeintlich ausgelieferte. das mich in angst und schrecken versetzt. mich erzittern lässt. aber es wird mit sicherheit ganz wunderbar. so.

ich bin dann mal weg.

sieben volle tage.

hab es fein. 💕